Currywurst mit selbstgemachter Soße ist ein echter Klassiker und lässt sich ganz einfach zu Hause zubereiten. Meine fruchtig-würzige Currywurst Soße kommt ohne Ketchup und Cola aus und ist schnell gekocht. Dazu knusprige Pommes – und schon ist ein unkompliziertes und richtig leckeres Essen fertig.
Schon früh am Morgen, bevor mein Mann zur Arbeit ging, konnte ich ihm eine echte Freude bereiten – und das ganz unerwartet! Ich habe ihn nämlich gefragt, ob es für ihn okay sei, dass es am Abend „nur“ Currywurst und Pommes geben würde. Was soll ich sagen: Es war nicht nur okay, er war sogar richtig begeistert. 🙂 Ach ja, manchmal ist es sooo einfach, (s)einen Mann glücklich zu machen, nicht wahr?!
Currywurst – oder überhaupt Wurst – gibt es bei uns übrigens nur selten. Wir haben unseren Fleischkonsum schon vor vielen Jahren reduziert und achten heute beim Einkauf darauf, woher Fleisch und Wurst kommen. Denn mit unserer Kaufentscheidung haben wir auch Einfluss darauf, unter welchen Bedingungen Tiere gehalten werden. Wenn schon Wurst auf dem Teller liegt, darf sie deshalb gerne von guter Qualität sein.
Die Currywurst gehört zu den beliebtesten deutschen Imbiss-Klassikern. Ob mit oder ohne Darm, gebraten oder vom Grill und mit milder oder scharfer Soße – bei der Zubereitung gibt es viele Varianten. Bei meinem Currywurst Rezept kommt eine selbstgemachte, fruchtig-würzige Soße auf den Teller, die schnell gekocht ist und ganz ohne Ketchup auskommt.
Lust bekommen, das Rezept auszuprobieren? Dann schauen wir gleich mal, was du dafür brauchst.
Für das Currywurst Rezept brauchst du diese Zutaten:
Wurst
Bratwurst
Gemüse
Zwiebel
Vorratsschrank
Dosentomaten
Tomatenmark
Geflügelbrühe
Rohrohrzucker
Weißweinessig
Currypulver
Sternanis
Die genauen Mengenangaben und die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du weiter unten im Rezept. Du kannst es dort ganz bequem ausdrucken oder speichern.
Currywurst Soße selber machen – das brauchst du
Eine gute Currywurst-Soße ist mehr als nur Ketchup mit etwas Currypulver. Sie sollte fruchtig, würzig und leicht scharf sein und dabei eine schöne Balance zwischen Süße und Säure haben. Für meine Soße für Currywurst brauchst du diese Zutaten:
Stückige Tomaten und Tomatenmark: Die Tomaten bilden die fruchtige Grundlage, während das Tomatenmark für ein intensiveres Tomatenaroma sorgt. Du kannst statt stückiger Tomaten auch passierte Tomaten verwenden, wenn du eine besonders feine Soße möchtest.
Zwiebel: Eine kleine Zwiebel gibt der Soße zusätzlich Würze und wird später mit püriert. Wenn du die Soße ganz fein haben möchtest, kannst du die Zwiebel besonders fein hacken.
Brauner Rohrohrzucker: Er sorgt für eine leichte Süße und nimmt den Tomaten etwas von ihrer Säure. Weißer Zucker funktioniert ebenfalls.
Weißweinessig: Ein kleiner Schuss bringt die nötige Säure und macht die Soße schön ausgewogen. Alternativ kannst du auch Apfelessig verwenden.
Currypulver: Hier darfst du ruhig großzügig sein – schließlich soll die Soße nach Currywurst schmecken. Ich verwende ein mildes Currypulver und gebe beim Anrichten zusätzlich etwas Curry über die Wurst.
Sternanis: Nur ein kleines Stück reicht völlig aus. Er gibt der Soße eine feine, würzige Note, ohne dass sie deutlich nach Anis schmeckt. Nach dem Kochen wird er wieder herausgenommen.
Cayennepfeffer: Damit bestimmst du, wie scharf deine Currywurst-Soße wird. Fang lieber mit einer kleinen Menge an und würze bei Bedarf nach.
Geflügelbrühe: Die Menge wird nach Bedarf verwendet, um die Soße auf die gewünschte Konsistenz zu bringen. Du kannst dafür auch Gemüsebrühe verwenden.
Welche Bratwurst ist geeignet?
Wenn du das originale Imbiss-Gefühl suchst, nimm eine feine Bratwurst. Du kannst sie in der Pfanne oder auf dem Grill scharf anbraten, bis sie eine knusprige, braune Kruste bekommt. Die Röstaromen der gebratenen Haut harmonieren perfekt mit der fruchtig-pikanten Sauce.
So bereite ich meine Currywurst zu
Als Erstes schneide ich die Bratwürste mit einem Messer ein paarmal leicht schräg ein. Dadurch platzen sie beim Braten weniger leicht auf und krümmen sich nicht so stark. Außerdem liegen sie dadurch gleichmäßiger in der Pfanne und werden rundum schön gebräunt.
Anschließend brate ich die Würste in etwas Öl bei mittlerer Hitze rund 10 Minuten, bis sie durchgegart und schön goldbraun sind.
Zum Servieren schneide ich die Bratwürste längs ein, streue etwas Currypulver darüber und gebe reichlich von der selbstgemachten Currywurst-Soße darauf. Bei der Soße darf man bei mir ruhig großzügig sein! 😉
Kann man Currywurst auch vegan zubereiten?
Ja, Currywurst kannst du ganz einfach vegan zubereiten. Meine selbstgemachte Currywurst-Soße wird ohnehin komplett pflanzlich zubereitet. Du musst also nur die Bratwürste durch vegane Würste ersetzen. Die gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten und Discountern.
Die Erfindung der Currywurst
Lange Zeit galt Berlin als Geburtsort der Currywurst. Nach neuen Recherchen könnte die Geschichte aber ganz anders aussehen: In Duisburg soll Peter Johann Hildebrand, genannt „Peter Pomm“, bereits 1936 Currypulver über eine Wurst mit Tomatensoße gestreut haben. Belegt wird die Geschichte unter anderem durch eine Rechnung über eine Lieferung britischen Currypulvers an Hildebrand.
Damit wäre die Duisburger Currywurst ganze 13 Jahre älter als die Berliner Variante, die Herta Heuwer zugeschrieben wird. Seit 2025 erinnert in Duisburg sogar eine offizielle Plakette an den vermuteten Erfindungsort, und der 22. September wurde dort zum „Tag der Currywurst“ erklärt.
Beliebte Beilagen zur Currywurst
Der Klassiker zur Currywurst sind natürlich knusprige Pommes – die gehören für mich einfach dazu. Wer mag, kann die Currywurst aber auch mit Kartoffelspalten, Süßkartoffel-Pommes oder einer Scheibe frischem Brot servieren. Und bei der Soße gilt: Lieber etwas mehr davon auf den Teller geben, denn die Pommes oder das Brot wollen schließlich ordentlich eingetaucht werden. 😉
Du suchst noch mehr leckere Snack-Klassiker für einen gemütlichen Abend? Dann schau auch bei meinen Snacks für den Fußballabend vorbei. Dort findest du unter anderem Hähnchenflügel aus dem Backofen, knusprigen Flammkuchen mit Lachs & Zucchini, saftigen Zwiebelkuchen vom Blech und schnelle Pizzaschnecken – da ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei.
Rezept für Currywurst mit selbstgemachter Soße

Currywurst mit selbstgemachter Soße
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Zutaten
- 4 Bratwürste
- 1 kleine Zwiebel fein gehackt
- 1 EL brauner Rohrohrzucker
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Dose stückige Tomaten, 400 g
- 50-100 ml Geflügelbrühe nach Bedarf
- 1 EL Weißweinessig
- ½ Sternanis
- 2 EL Currypulver + 1 EL zum Anrichten
- Salz und Cayennepfeffer nach Geschmack
Anleitung
- Die gehackte Zwiebel mit dem Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze ohne Öl andünsten, Tomatenmark unterrühren. Mit den Dosentomaten und etwas von der Geflügelbrühe aufgießen und aufkochen.1 kleine Zwiebel | 1 EL brauner Rohrohrzucker | 2 EL Tomatenmark | 1 Dose stückige Tomaten, | 50-100 ml Geflügelbrühe
- Weißweinessig, Curry, Sternanis, Salz und Cayennepfeffer dazugeben und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen.1 EL Weißweinessig | ½ Sternanis | 2 EL Currypulver | Salz und Cayennepfeffer
- Sternanis wieder rausnehmen. Sollte die Soße zu dick sein, etwas mehr Geflügelbrühe zugeben. Mit dem Pürierstab aufmixen und abschmecken.
- In der Zwischenzeit die Bratwürste auf beiden Seiten mehrmals schräg einschneiden. In einer Pfanne bei mittlerer Temperatur ein wenig Öl erhitzen und die Würste darin goldbraun braten.4 Bratwürste
- Auf jeden Teller eine Bratwurst legen. Einen tiefen Längsschnitt machen und etwas Curry drüber streuen. Die Soße drüber gießen und mit Pommes servieren.
Persönliche Notizen
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8 Kommentare
Sehr leckere Sauce.
Vielen Dank lieber Hans, das freut mich! Lass es dir weiterhin gut schmecken.😀
Liebe Grüße, Maria
Liebe Maria, wie immer extrem lecker 😋, auch unsere Kinder waren begeistert. Hab aber auf den Sternanis verzichtet. Tolles Rezept!!!!
Danke für dein Feedback liebe Pamela, ich freu‘ mich sehr, dass es euch allen gut geschmeckt hat.😊👍
Viele liebe Grüße von Maria
Danke für Dein Statement zu Fleisch❣️Damit sprichst Du mir voll aus der Seele. Ich halte es genauso: Wenn ich nicht weiß, wo das Fleisch/die Wurst herkommt, dann kaufe ich es nicht.
Die Currywurst-Soße ist der Hit! Der Sternanis ist es, der diese Soße so besonders macht.
Ich freue mich sehr, dass du mit mir einer Meinung bist was die Tierhaltung betrifft, liebe Gabi.❤️ Ich weiß natürlich, dass viele Leute sehr sparen müssen, besonders jetzt, wo alles so teuer geworden ist. Aber vor dem Leid der Tiere sollten wir trotzdem nicht ganz die Augen schließen und einfach seltener Fleisch und Wurst essen. Ja, die Currywurst-Soße schmeckt toll, das finde ich auch, obwohl es das Gericht nur etwa einmal im Jahr bei uns gibt. Vielen lieben Dank für deine tolle Rückmeldung.👍😘
Ganz liebe Grüße, Maria
Hallo, ich finde es inspirierend, dass ihr Fleisch nur noch ab und zu mal auf den Tisch bringt. Vor einigen Jahren noch war bei mir die Devise, Je effizienter man mit dem Geld umgeht, desto mehr hat man! Aber dann fing ich mit biologischem Gemüsegärtnern an, las mich durch unzählige Webseiten durch, (kriege seitdem natürlich auch entsprechend mehr Facebook-Feeds über dieses Thema), und so bin ich jetzt in einer Zwischenphase … in meinem Garten ist alles Bio. Bei Tierprodukten, insbesondere Hähnchen und Eiern, schaue ich natürlich nach „Free Range“. Rinder und Schafe sind hier sowieso das ganze Jahr über Weidehaltung.
Aber eine Mahlzeit kommt mir nicht ganz „komplett“ vor, wenn es nicht Fleisch oder Fisch in irgendeiner Form gibt. Eine Ausnahme ist die vegetarische Lasagne, das Rezept habe ich vor 30 Jahren in England als Fotokopie von einem Rezeptbuch einer Kollegin bekommen, und meine Familie isst diese Lasagne so gerne, dass ich fast keine anderen Lasagnes mehr mache. Wenn du magst, teile ich gerne das Rezept mit dir.
Hallo Karin, das ist schön, dass du so erfolgreich biologisches Gemüse anbaust. Ich habe auch schon Fotos von deinem Gemüsegarten auf FB gesehen!
Inzwischen gibt es so viele wunderbare vegetarische Rezepte, dass es uns immer leichter fällt, eine Mahlzeit komplett ohne Fleisch oder Fisch zuzubereiten. Aber nur noch vegetarisch möchte ich trotzdem nicht kochen, da würde auch mein Mann nicht mitspielen. Wichtig ist halt, dass man nur hochwertiges Fleisch verwendet, das nicht aus Massentierhaltung kommt, wie du es ja auch machst.
Vegetarische Lasagne habe ich auch schon zubereitet, ein neues Rezept würde mich aber trotzdem interessieren. Wenn du es mir zusenden magst, das wäre super 🙂
Liebe Grüße, Maria