Bärlauchöl selber machen ist herrlich unkompliziert. Mit nur 3 Zutaten zauberst du im Handumdrehen ein aromatisches Kräuteröl, das nach Frühling duftet. Ein paar Tropfen über Pasta, Kartoffeln oder Suppen, ins Dressing oder einfach auf frisches Brot – so einfach und so gut!
Rezepte mit Bärlauch gibt es viele, aber probiere unbedingt auch mal dieses Bärlauchöl Rezept. Es bringt eine feine Knoblauchnote mit, ist dabei aber deutlich milder und viel angenehmer im Duft als Knoblauchöl. Mein Bärlauchöl ist außerdem nicht nur unglaublich aromatisch, sondern auch richtig gesund. Es steckt voller guter Inhaltsstoffe, wirkt belebend und hilft uns, nach den grauen Wintermonaten wieder in Schwung zu kommen. Für mich ist dieses Kräuteröl jedes Jahr wie ein kleiner Frühlings-Booster auf dem Teller.
Ich muss ja zugeben: Bärlauch kannte ich lange Zeit nur als Pesto oder im Dip. Dass ich auch Bärlauchöl selber machen könnte, hatte ich irgendwie nie auf dem Schirm – bis ich es dieses Jahr einfach mal ausprobiert habe. Und was soll ich sagen? Ich war sofort begeistert! Es riecht so herrlich und sieht einfach wunderschön aus – ich werde definitiv noch mehr davon machen, solange die Bärlauch-Saison andauert. Das Kräuteröl ist übrigens auch perfekt zum Verschenken. In einer kleinen Glasflasche und mit selbstgemachtem Etikett ist es ein Gastgeschenk, das bestimmt gut ankommt.
Wenn du jetzt Lust bekommen hast, es selbst auszuprobieren: Für mein Bärlauchöl brauchst du nur wenige, frische Zutaten – und schon kann es losgehen.
Für das Bärlauchöl brauchst du nur diese Zutaten:
Kräuter
Bärlauch
glatte Petersilie
Vorratsschrank
Neutrales Öl
Salz
Die genauen Mengenangaben und die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du weiter unten im Rezept. Du kannst es dort ganz bequem ausdrucken oder speichern.
REZEPTEMPFEHLUNG
Bärlauchbutter mal anders: Durch braune Butter und das Aufschlagen wird sie extra cremig und bekommt ein feines nussiges Aroma. Perfekt für Brot, Grillabende oder als aromatisches Extra.
Die Zutaten für das Bärlauchöl Rezept
Für mein Bärlauchöl brauchst du nur wenige Zutaten – aber auf die Details kommt es an. Ich gehe sie kurz mit dir durch und gebe dir ein paar Tipps, damit dein Öl richtig schön aromatisch und leuchtend grün wird:
- Bärlauch
Achte darauf, dass der Bärlauch nach dem Waschen wirklich gründlich trocken ist. Am besten schleuderst du ihn und tupfst ihn zusätzlich mit Küchenpapier ab. Zu viel Restfeuchtigkeit kann die Haltbarkeit beeinträchtigen und das Öl schneller verderben lassen. - Glatte Petersilie
Ich verwende hier am liebsten glatte Petersilie und keine krause. Sie hat ein feineres Aroma und lässt sich besser mixen. Man braucht nicht viel davon, aber sie unterstützt die schöne grüne Farbe des Kräuteröls und macht den Geschmack noch etwas frischer und runder. - Neutrales Öl
Greife zu einem milden Öl wie Sonnenblumen-, Raps- oder Traubenkernöl. Olivenöl ist weniger geeignet, da es oft einen starken Eigengeschmack hat und den feinen Bärlauch schnell überdeckt. - Meersalz
Ein wenig Salz – am besten feines Meersalz – rundet den Geschmack perfekt ab und bringen das Bärlauch Aroma noch besser zur Geltung.
Warum ich mein Bärlauch-Öl erhitze
Häufig wird Kräuteröl nicht erhitzt, sondern man lässt die Kräuter im Öl ziehen. Das funktioniert auch, braucht aber vor allem eins: Geduld (die ich ehrlich gesagt nicht immer habe 😉), denn die Kräuter müssen oft mehrere Wochen im Öl ziehen. Außerdem wird das Öl dabei nicht so schön leuchtend grün und auch das Aroma ist nicht so intensiv.
Durch das kurze Erhitzen auf 60 °C – 70 °C lösen sich die Aromen besonders gut aus dem frischen Bärlauch und verbinden sich optimal mit dem Öl. Wichtig ist dabei, die Temperatur möglichst nicht zu überschreiten, sonst leidet die frische Farbe und der feine Geschmack.
Genauso wichtig ist das schnelle Abkühlen danach. Wenn du das Bärlauch-Öl sofort nach dem Erhitzen im Eiswasser herunterkühlst, bleibt die schöne grüne Farbe erhalten und das Aroma ist frischer. Dieser Schritt sorgt dafür, dass es nicht nur gut schmeckt, sondern auch optisch richtig etwas hermacht.
Das schmeckt gut zum Bärlauchöl
Das selbstgemachte Bärlauchöl begeistert nicht nur mit seinem Aroma und der herrlichen Farbe, sondern auch mit seiner Vielseitigkeit. Es verfeinert Pasta genauso wie Spätzle oder Gnocchi. Auch im Salatdressing sorgt es für eine ganz besondere Note. Und selbst ein einfaches Stück Weißbrot wird mit etwas Bärlauchöl zum richtig feinen Genuss.
Besonders gut passt Bärlauchöl zu:
- Pasta, Spätzle und Gnocchi
- Ofenkartoffeln oder Bratkartoffeln
- frischem Brot oder Baguette
- Salaten und Dressings
- Suppen als Topping
- gegrilltem Gemüse
So bewahrst du Bärlauchöl richtig auf:
Damit dein Bärlauchöl möglichst lange frisch und aromatisch bleibt, solltest du es richtig aufbewahren. Am besten füllst du es in saubere, gut verschließbare Flaschen oder Gläser und lagerst es im Kühlschrank. Wichtig ist, dass du immer sauber arbeitest und das Öl möglichst kühl hältst, so hält sich dein Bärlauchöl mehrere Monate. Vor der Verwendung kannst du es kurz schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe wieder gut verbinden.
Tipp: Bärlauch-Trester weiter verwenden
Der Bärlauch-Trester (also die Kräuter, die im Sieb zurückbleiben), ist viel zu schade zum Wegwerfen, denn er schmeckt toll und steckt voller ätherischer Öle. Du kannst den Trester wie eine Art Pesto weiterverwenden – zum Beispiel zu Pasta, aufs Brot oder als würzige Zutat im Dressing.
Woran erkennst du, dass dein Bärlauchöl nicht mehr gut ist?
Verlass dich am besten auf deine Sinne: Riecht es unangenehm oder ranzig, hat sich die Farbe stark verändert oder wirkt es trüb, solltest du es lieber nicht mehr verwenden. Im Zweifel gilt immer: lieber entsorgen als riskieren.
FAQ: Häufige Fragen zum Bärlauchöl Rezept
Kann man Bärlauchöl einfrieren?
Ja, das funktioniert problemlos. Am besten füllst du es portionsweise in kleine Behälter oder Eiswürfelformen. So kannst du es bei Bedarf einfach entnehmen.
Wie lange ist Bärlauchöl haltbar?
Im Kühlschrank hält sich Bärlauchöl in der Regel mehrere Monate. Achte darauf, sauber zu arbeiten und es gut verschlossen zu lagern.
Welches Öl eignet sich am besten für das Rezept?
Am besten verwendest du ein neutrales Öl wie Raps-, Sonnenblumen- oder Traubenkernöl. Diese lassen dem Bärlauch den Vortritt im Geschmack.
Kann ich Bärlauchöl auch ohne Erhitzen herstellen?
Ja, du kannst die Kräuter auch einfach im Öl ziehen lassen. Das dauert allerdings deutlich länger und das Aroma wird meist etwas milder.
Was macht dieses Rezept so besonders?
Dieses Bärlauchöl ist für mich ein kleines Highlight – aus so wenigen Zutaten entsteht etwas richtig Besonderes:
- Intensiv aromatisch und trotzdem angenehm mild im Geschmack
- Wunderschön leuchtend grüne Farbe
- Mit nur wenigen Zutaten schnell gemacht
- Lange haltbar im Kühlschrank
- Vielseitig einsetzbar – von Pasta bis Salatdressing
- Auch perfekt als kleines Geschenk aus der Küche
Bist du auch so ein großer Bärlauch-Fan wie ich? Dann probier unbedingt auch das vegane Bärlauch-Pesto mit Rucola, die Bärlauch-Butter oder den würzigen Bärlauch-Dip mit Feta. Ich wünsche dir viel Spaß mit meinen Bärlauch-Rezepten – und lass es dir gut schmecken!
Rezept für Bärlauchöl selber machen

Bärlauchöl selber machen
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Dafür brauchst du:
Zutaten
- 100 g Bärlauch
- 20 g glatte Petersilie
- 2 Prisen Meersalz
- 500 ml neutrales Öl Sonnenblumen, Traubenkern- oder Rapsöl
Anleitung
- Die Kräuter waschen und sorgfältig trocknen. (Ich mache das in der Salatschleuder und trockne die Restfeuchte mit Küchenkrepp.) Mit dem Messer grob vorschneiden und (ggf. portionsweise) in den Mixer geben. Mit der Hälfte des Öls sehr fein mixen, restliches Öl zugeben und nochmals kurz mixen.100 g Bärlauch | 20 g glatte Petersilie | 500 ml neutrales Öl

- Bereite schonmal eine Schüssel mit Eiswasser vor, in die du später die kleinere Schüssel mit dem Bärlauchöl stellen kannst, damit es schnell runtergekühlt wird.

- Gib das Kräuteröl mit dem Salz in einen kleinen Topf und erhitze es auf dem Herd bei mittlerer Hitze auf 60 - max. 70 °C.2 Prisen Meersalz

- Vom Herd nehmen und das Öl durch ein feines Sieb in eine kleine Schüssel gießen. TIPP: Den Trester aufheben, den kann man wie ein Pesto verwenden, z.B. zu Nudeln oder Gemüse.

- Die Schüssel mit dem Bärlauchöl auf die Schüssel mit dem Eiswasser stellen und das Öl unter Rühren runterkühlen. Dadurch behält es seine schöne grüne Farbe.

- Das Bärlauchöl in Flaschen oder Gläser abfüllen und verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. So hält es sich für mehrere Monate frisch. Vor Gebrauch kurz schütteln.

Persönliche Notizen
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