Wenn du Mozartkugeln selber machen möchtest, wirst du dieses einfache Rezept lieben! Nur beste Zutaten, nicht so süß wie viele gekaufte und himmlisch aromatisch. Selbst gemacht schmeckt’s einfach besser – und mit meiner Anleitung geht es viel leichter, als du denkst.
Ich liebe Marzipan. Und natürlich liebe ich auch Mozartkugeln. Ab und zu landete eine Packung auch bei uns im Einkaufswagen – bis ich einmal welche von der Konditorei Fürst aus Salzburg geschenkt bekam. OMG! Das waren die besten Mozartkugeln, die ich je gegessen habe! Und seitdem habe ich ein kleines Problem: Die Sorten aus dem Supermarkt schmecken mir nicht mehr. Sie sind mir viel zu süß, denn ich vergleiche sie immer mit den Original Mozartkugeln aus Salzburg.
Kann man Original Mozartkugeln selber machen?
Weil ich erstens nicht sehr oft nach Salzburg komme und weil sie mir zweitens schlicht und ergreifend zu teuer sind, um sie mir einfach mal so und ohne besonderen Anlass zu kaufen, begann meine Mission:
Kann man Mozartkugeln selber machen, die so gut schmecken wie das Original? Kurze Antwort: Die echten Fürst-Kugeln mit Marzipan-Kern und Nougat-Hülle schaffe ich nicht, das ist mir zu kompliziert. Aber die „klassische“ Variante mit Nougat in der Mitte, einer Schicht Pistazien-Marzipan und einer Schicht Mandel-Marzipan? Das wollte ich unbedingt hinkriegen – nur weniger süß sollen sie sein.
Die ersten Versuche waren … naja, interessant.😅 Riesenkugeln, klebrige Finger, Chaos auf der Arbeitsfläche. Das musste einfacher gehen – und es geht! Ich habe eine überraschend simple und ziemlich clevere Methode gefunden und freue mich, sie heute mit dir zu teilen.
Die Original Mozartkugeln sind von Fürst
Solltest du mal nach Salzburg kommen, dann schau doch mal bei der Konditorei Fürst vorbei, dem Zuhause der Original Salzburger Mozartkugeln.
Seit 1890 werden sie dort noch immer von Hand hergestellt – ganz ohne industrielle Abkürzungen. Die „Original Salzburger Mozartkugel“ gilt bis heute als die edelste und zugleich angenehm wenig süße Variante – ein echtes Stück Konditorenkunst.
Willst du mein Rezept gerne ausprobieren? Dann zeige ich dir jetzt, was wir brauchen für unsere Mozartkugeln:
Für die Mozartkugeln brauchst du folgende Zutaten:
Einkaufen
Nougat (Nussnougat zum Backen)
Pistazien (ungesalzen)
Marzipan Rohmasse
Schokoladenglasur
Vorratsschrank
Puderzucker
Rum
Kokosfett
Die genauen Mengenangaben und die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du weiter unten im Rezept. Du kannst es dort ganz bequem ausdrucken oder speichern.
Die Zutaten für die leckeren Marzipanpralinen
Nougat: Für den Kern brauchen wir schnittfestes Nougat, das sich gut portionieren und zur Kugel rollen lässt (du findest es im Supermarkt im Backregal). Kurz angefroren bleibt es schön formstabil.
Pistazien: Wir brauchen geschälte, ungesalzene Pistazien. Nimm die mit kräftig grüner Farbe, damit die Kugeln innen dieses typische Mozartkugelgrün bekommen. Ich habe die Pistazien hier gekauft.
Marzipan: Wir brauchen zwei Mischungen mit Marzipan-Rohmasse: Einmal nur mit Puderzucker und einmal mit Puderzucker, fein gemahlenen Pistazien und Rum. Diese zwei Mischungen bilden die Hülle für die Mozartkugeln.
Rum oder Alternative: Ein Esslöffel Rum macht die Pistazienmasse geschmeidiger und aromatisiert sie. Wenn du keinen Alkohol verwenden möchtest, funktioniert auch Rum-Aroma, Orangensaft oder Rosenwasser (sehr sparsam!) ebenfalls.
Schokolade: Für die Glasur kannst du fertige Schokoladenglasur oder Kuvertüre nehmen. Kuvertüre muss man jedoch temperieren, damit sie glänzt. Wie das geht, erkläre ich dir gleich im nächsten Abschnitt.
Kuvertüre temperieren - so geht's:
Damit die Kuvertüre glänzt und später keinen Grauschleier bekommt, muss sie temperiert werden - und das geht so:
(Die Anleitung ist für Zartbitter-Kuvertüre)
- Hacke die Kuvertüre in sehr kleine Stücke. Erwärme etwa 2/3 davon langsam über dem Wasserbad, dabei regelmäßig umrühren, damit sich die Temperatur gleichmäßig verteilt.
Wichtig: Das Wasser darf nicht heißer als 60-65 °C sein und es dürfen keine Wassertropfen oder Wasserdampf in die Schokolade gelangen, sonst klumpt sie. - Wenn die Kuvertüre eine Temperatur von 55-60 °C erreicht hat (nicht wärmer!) dann muss sie wieder runtergekühlt werden. Ich mache das mit der "Impf-Methode".
- Nimm dazu die Schüssel vom heißen Wasserbad und lass sie ein paar Minuten stehen (evtl. im kalten Wasserbad, dann geht es schneller). Rühre nach und nach so viel von der restlichen fein gehackten Kuvertüre unter, bis sie auf 28-30 °C runtergekühlt ist.
- Zum Verarbeiten erwärmst du die Kuvertüre wieder langsam auf 30-33 °C - das ist die ideale Verarbeitungstemperatur. (Zum Messen der Temperatur eignet sich sehr gut ein Infrarot-Thermometer).
- Halte die Kuvertüre im warmen Wasserbad auf Temperatur, bis du fertig bist.
Sollte die Kuvertüre zu dickflüssig sein, kannst du soviel flüssiges Kokosfett oder geschmolzene Kakaobutter-Drops unterrühren, bis die Konsistenz passt. Es gibt sie u.a. von Alnatura aus dem Drogeriemarkt oder in Biomärkten, z.B. bei Denns.
Meine Mozartkugeln - so einfach selbst gemacht!
Roll zuerst kleine Nougatkugeln und leg sie auf einem Teller ins Tiefkühlfach – das macht sie schön fest. Aus der Pistazienmasse und der Marzipanmasse formst du jeweils kleine Kugeln, wie im Rezept beschrieben.
Und jetzt kommt der Trick, warum dieses Rezept so einfach geht: 😉
Du nimmst eine Pistazienkugel und eine Marzipankugel, legst sie leicht überlappend in die Hand und drückst beide flach. In die Mitte kommt die gefrorene Nougatkugel (weil sie gefroren ist, behält sie besser die Form). Dann einfach schließen, zusammenrollen – und schon hast du eine perfekte Mozartkugel-Hülle aus zwei Marzipansorten, die aber nur einmal um den Kern gelegt werden. Das geht super easy, klebt weniger und die Kugeln bleiben handlich in der Größe.
Zum Schluss tauchst du die Kugeln in geschmolzene Schokolade, dekorierst sie nach Lust und Laune – und fertig sind deine selbstgemachten Mozartkugeln. Was meinst du: das ist doch ganz einfach, oder?
Warum du Mozartkugeln selber machen solltest
Nicht so süß: Kein „Zucker-Schock“ wie bei vielen gekauften Varianten.
Nur gute Zutaten: Viel Marzipan, echte Pistazien, hochwertiger Nougat – kein Schnickschnack.
Super einfache Methode: Dank der überlappenden Marzipan-Schichten hast du nur eine Hülle zu formen – und die Kugeln gelingen garantiert. Die Kugeln werden nicht zu groß und sehen total professionell aus.
Perfekt zum Verschenken: Hübsch verpackt sind sie ein kleines Highlight für Advent, Geburtstage oder einfach so.
Flexibel anpassbar: Mit alkoholfreier Alternative, dunkler oder heller Schokolade oder anderer Deko easy variierbar.
Suchtpotenzial: Einmal probiert, möchtest du garantiert keine Industriekugeln mehr. Die einzigen Mozartkugeln, die noch besser schmecken, findest du in Salzburg bei Fürst.
Wie werden die Marzipanpralinen aufbewahrt?
Wie alle Pralinen sollten auch Mozartkugeln kühl und trocken (12°C – 18°C) aufbewahrt werden – also nicht im Kühlschrank. Ein kühler Keller oder das unbeheizte Schafzimmer sind ideal. Gib sie in eine verschließbare Blechdose, und wenn du sie schichtest leg ein Stück Backpapier zwischen die Lagen, damit sie nicht zusammenkleben. Dort kannst du sie mindestens einen Monat aufbewahren.
Häufige Fragen zum Rezept (FAQ)
Kann ich die Mozartkugeln ohne Alkohol machen?
Das geht auch. Statt Rum kannst du einfach Rumaroma mit einem Spritzer Orangensaft oder ganz wenig Rosenwasser verwenden.
Warum muss der Nougat eingefroren werden?
Gefrorener Nougat bleibt beim Formen stabil und drückt nicht durch die Marzipanhülle. Die Kugeln werden runder und sauberer.
Wie bekomme ich die Schokolade schön glänzend?
Indem du Kuvertüre temperierst. Wie das geht, erkläre ich dir im Beitrag Schritt für Schritt. Alternativ kannst du auch Schokoglasur verwenden, die brauchst du nicht zu temperieren, sondern einfach nur erwärmen.
Kann ich das Rezept vegan machen?
Ja, wenn du veganes Marzipan, veganen Nougat und vegane Schokolade verwendest. Die Methode bleibt die gleiche.
Was mache ich, wenn die Marzipanmasse zu klebrig ist?
Etwas Puderzucker einkneten oder die Masse kurz in den Kühlschrank legen. Dann lässt sie sich wieder gut formen.
Kann ich die Mozartkugeln dekorieren?
Unbedingt! Pistazien, Goldglitter, Schokostreifen – alles geht. Nur am besten dekorieren, solange die Glasur noch weich ist. Lediglich Goldglitter kommt erst dann drauf, wenn die Glasur schon trocken ist.
Selbstgemachte Mozartkugeln sind etwas Besonderes
Wenn du Mozartkugeln einmal selbst gemacht hast, wirst du merken, wie viel Liebe in so einer kleinen Kugel steckt – und wie unglaublich gut sie schmecken.
Sie sind nicht nur weniger süß als die gekauften Varianten, sondern auch persönlicher, frischer und einfach ganz besonders. Probier’s aus – ich glaube, du wirst deine eigene Version nie wieder missen wollen.
Suchst du noch mehr weihnachtliche Rezept-Ideen mit Marzipan? Dan probiere unbedingt meine Aprikosenringe, die Mini-Nussecken mit Marzipan oder den Marzipan-Quarkstollen. Das ist übrigens der perfekte „Last-Minute-Stollen“. Er wird ohne Hefe gebacken und kann nach dem Backen sofort angeschnitten werden.
Rezept Mozartkugeln selbst gemacht und nicht so süß

Mozartkugeln - selbst gemacht und nicht so süß
Bitte hier Sterne anklicken zum Bewerten
Zutaten
Für den Nougatkern
- 100 g Nougat Nussnougat zum Backen
Für die Pistazienmasse
- 60 g Puderzucker
- 40 g Pistazienkerne, ungesalzen
- 100 g Marzipan Rohmasse
- 1 EL Rum
Für die Marzipanhülle
- 100 g Marzipan Rohmasse
- 50 g Puderzucker gesiebt
Für die Schokoglasur
- 200 g Schokoladenglasur
Anleitung
Der Nougatkern (je 4 g)
- Teile das Nougat in 25 gleichgroße Stücke und rolle sie zu kleinen Kugeln zu je 4 g. Leg sie auf einen Teller und stelle sie für eine halbe Stunden in den Tiefkühler.100 g Nougat

Die Pistazienmasse (je 8 g)
- Gib den Puderzucker und die Pistazienkernen in den Multizerkleinerer und mixe alles sehr fein, bis es fast pulverartig ist.60 g Puderzucker | 40 g Pistazienkerne, ungesalzen

- Verknete die Marzipan-Rohmasse mit dem Pistazienpulver und dem Rum. Diese Masse teilst du ebenfalls in 25 gleichgroße Teile zu je 8 g. Rolle Kugeln daraus und stelle sie abgedeckt zur Seite.100 g Marzipan Rohmasse | 1 EL Rum

Die Marzipanhülle (je 6 g)
- Verknete die restliche Marzipan-Rohmasse mit dem Puderzucker und teile die Masse ebenfalls in 25 Teile, forme Kugeln daraus und stelle sie beiseite.100 g Marzipan Rohmasse | 50 g Puderzucker

Die Kugeln rollen
- Nimm jeweils eine Pistazien- und Marzipan-Kugel in die hohle Hand und drücke sie, etwas überlappend, mit dem Daumen flach.

- Hol die Nougatkügelchen aus dem Tiefkühler und lege die kalte Nougatkugel in die Mitte. Umschließe sie mit den beiden Marzipan-Hüllen und rolle eine Kugel daraus. So rollst du alle 25 Kugeln und stellst sie beiseite.

Schokoglasur
- Tauche die Kugeln in flüssige Schokoladenglasur und dekoriere sie, solange sie noch feucht sind, nach Wunsch mit fein gehackten Pistazien. Wenn du Glasur trocken ist, kannst du sie auch mit Goldstaub bestäuben.200 g Schokoladenglasur

- Bewahre die Mozartkugeln kühl und verschlossen in einer Dose auf - aber nicht im Kühlschrank. Sie halten sich mindestens 4 Wochen.

Persönliche Notizen
Hast du das Rezept ausprobiert?
Dann schreib mir gerne in den Kommentaren, wie du damit zurechtgekommen bist – deine Tipps und Erfahrungen sind Gold wert!
Und wenn’s dir geschmeckt hat, freue ich mich riesig über eine Sterne-Bewertung. Fünf Sterne zeigen, dass es dir richtig gut geschmeckt hat – und helfen auch anderen bei der Auswahl. Herzlichen Dank!
Gefällt dir das Rezept?
Dann teile es gerne mit deinen Freunden und Familie.
Mein Newsletter für dich
Alle 14 Tage neue Rezepte, Küchentipps & ein Blick hinter die Kulissen.
Kostenlos, ehrlich, lecker.

6 Kommentare
Danke für das super leckere Rezept 👍
Sehr gerne Christa – ich freue mich, dass die Mozartkugeln so gut angekommen sind.💫😋
Super lecker
Danke für dein Lob Vaia – das freut mich!😊
Absolut geniales Rezept, habe sie gleich getestet und für sehr gut befunden.
Danke liebe Maria, das ist jetzt mein Lieblingsrezept im Plätzchenteller.
Oh wie schön, liebe Thea – das freut mich sehr! Wenn man Marzipan gerne mag – so wie du und ich – dann sind die Mozartkugeln ein echtes Highlight auf dem Plätzchenteller, nicht wahr? Lasst sie euch recht gut schmecken!😋✨
Ganz liebe Grüße, Maria